27.11.2005 -
Die Geschichte meines Lebens
Wo sollte ich beginnen…
Ich weiß es nicht so genau.. am Anfang?
Ich denke ich fange mit ein paar ausschnitte aus einem Buch an..
Diese Themen, die ich hier erwähnen werde, sind mir bekannt,
da ich sie selber mal erlebt habe..
Warum ich das hier schreibe, das weiß ich noch nicht so genau..
Vielleicht soll das Helfen, meine Vergangenheit zu Verarbeiten..
Oder mir einfach vor Augen halten was ich in meinem Leben doch so alles Falsch machte.. so nun werde ich mal beginnen.
Aus Kindern werden Leute
Ein Begleiter durch die schwierigen Jahre der Pubertät..
Von Elizabeth C. Winship
Sexuelle Beziehungen
Zum ersten Mal verliebt zu sein, ist herrlich. Mann fühlt sich beschwingst und angeregt, ist unruhig und doch voller Vertrauen. Auf einmal ist die Welt voll Sonnenschein und Leben. Man ist trunken von einer berauschenden Mischung aus grenzenloser Bewunderung und Leidenschaft. Kein junger Mensch soll diese Erfahrungen missen müssen. Und trotzdem sollte er sich nicht Hals über Kopf in sexuelle Beziehungen stürzen. Die Befürchtungen, die vor einer solchen Situation auftreten, sind bei Jugendlichen ganz anders als bei ihren Eltern.
Der Unterschied zwischen Sex und Liebe
Wenn man so richtig verliebt ist, dann hat man vor allem sexuelle Gefühle.
Ein Jugendlicher der so was noch nie erlebt hat, glaubt es sei Liebe.
Betonen Sie, dass die Sexualität in der Liebe ganz bestimmt eine wichtige Rolle spielt, dass es aber Unterschiede gibt. Man kann jemanden lieben ohne sexuelle Ansprüche zu stellen, wie Eltern ihr Kind, der Bruder die Schwester, der Freund den Freund.
Zwar ist ein wenig Sexualität in fast allen Beziehungen, aber wir erkennen diese sinnliche Seite nicht, sie ist nicht die bindende Kraft solcher Beziehungen.
Es gibt geschlechtliche Vereinigungen ohne Liebe, z.B. ist Vergewaltigung ein sexueller Akt ohne Liebe, der vielmehr Ärger, Wut oder Hass ausdrückt. Ist der Geschlechtsverkehr aber von Zärtlichkeit und Zuneigung begleitet, so wird er zum äußersten Ausdruck von Liebe. Ohne zärtlichen Bezug ist der Verkehr im besten Fall eine lustvolle Erleichterung von Spannungen und im schlimmsten Fall Ausdruck von Macht, Abneigung, Manipulation, Angst oder Wiederstand.
Sex als Selbstzweck ist nicht notwendigerweise etwas Schlechtes, Gefährliches oder Entehrendes. Jugendliche sollten wissen, dass sexuelle Gefühle natürlich und normal und weder unanständig noch schmutzig oder ekelhaft sind.
Wie haben diesen Trieb zur Erhaltung der Art in uns, genau wie die Tiere.
Die seelische Nähe
In der Vergangenheit lautete der Rat der Eltern in geschlechtlichen Angelegenheiten schlicht: „ Tu´s nicht! „ Auch heute noch unterliegen Eltern immer noch der Versuchung. Die Eltern sollten nicht versäumen, den Kinder über die Wirklichen Freuden eines gemeinsamen Lebens zu berichten, die durch Ideen und Begeisterung und durch allerlei Erfahrungen entstehen, und nicht zuletzt durch die Sexualität. Dabei werden die Jugendlichen begreifen, dass
für eine enge, dauerhafte Freundschaft nicht nur körperliche Nähe, sondern vor allem auch die seelische Nähe ausschlaggebend ist. Vermitteln sie Ihren Kindern, das Partner, die sich Lieben, sich nicht absichtlich gegenseitig verletzen.
Wenn sie sich nicht seelisch nahe sind, werden sie Partner kaum Gedanken an die Gefühle, Freuden und Wünsche des anderen verschwenden. Ist die sexuelle Anziehung das einzige Band zwischen beiden, so haben sie wenig Grund, sich zu fragen, ob der Partner wirklich glücklich ist, denn ohne Bindung ist die Zukunft des anderen für sie ohne Bedeutung.
Es gibt noch anderen Antriebe für den Geschlechtsverkehr, die man ablehnen muss: Machtstreben, Ausbeutung, Rebellion und Wut.
Sie bringen mindestens einem von beiden Leid.
Druck
Die Jugendlichen treiben sich gegenseitig zum Geschlechtsverkehr.
Der Druck der Gleichaltrigen ist sehr ausgeprägt, und es ist schwer, ihm zu entgehen: „Komm schon, beweise, dass du mich liebst.“ Oder: „Wenn du nicht willst, suche ich mir eine andere, die will bestimmt.“ Auch: „Was, du bist noch Jungfrau? Du musst frigide oder kalt sein.“ Und: „Sag´nicht nein, alle tun´s.“
Es ist wichtig, die Methoden zu durchschauen, die darauf abzielen, jemanden seinen Willen aufzuzwingen.
Sexuelle Vergehen
Es gibt sexuelle Vergehen, die sich ungeheuer intensiv auf die Psyche auswirken können. Schon die sexuelle Belästigung, die aus einer anstößigen Geste oder aus einem unmissverständlich unanständigen Annäherungsversuch bestehen kann, gehören dazu. Besonders Kinder fällt es schwer, solche Belästigungen von Erwachsenen zurückzuweisen, da man ihnen beigebracht hat, höflich zu sein.
Bitten sie ihre Kinder, Ihnen zu erzählen, wenn sie sich belästigt fühlen oder Angst vor Belästigung haben, ganz gleich ob es sich dabei um einen erwachsenen Freund, einen verwandten, Onkel oder Stiefvater handelt oder um einen Vorgesetzten oder Lehrer. Versichern sie den Kindern, dass sie auf jeden Fall zu ihnen stehen und sich mit der entsprechenden Person auseinandersetzen werden, denn für das Kind ist das so gut wie unmöglich.
Vergewaltigung
Die meisten Vergewaltigungen werden von jüngeren Männern begangen.
Hartnäckig hält sich die Legende, das Frauen die Täter „ einladen“ und die Vergewaltigung insgeheim genießen. Das macht es den Opfern so schwer, die Tat zu melden. Selten wird z. B. eine Vergewaltigung bei einem Rendezvous mit einem Freund angezeigt.
Wir warnen unsere Kinder, das sie nicht mit fremde reden oder in ein fremdes Auto einzusteigen. Doch leider finden Vergewaltigungen oft im Haus des Opfers statt, und die Vergewaltiger sind den Opfern meist bekannt.
Es ist deshalb nicht getan, nur von fremden zu warnen.
Neue Studien haben sich eingehend mit den Opfern von raub und Vergewaltigungen befasst. Dabei fiel auf, dass schwach und schüchtern wirkende Menschen, unsichere, zaghafte und verletzliche Frauen ein größeres Risiko tragen, angegriffen zu werden.
Machen sie Ihren Kindern beiderlei Geschlechter deutlich, wie außerordentlich wichtig es ist, eine Vergewaltigung bei der Polizei zu melden und sich sofort ärztlich untersuchen zu lassen.
Das ist unbedingt erforderlich für den Fall, dass die Opfer sich mit Geschlechtskrankheit angesteckt haben oder schwanger werden und um Beweise zu schaffen, wenn der Verbrecher verhaftet wird.
Alle Opfer entwickeln zwangsläufig Angst-, Wut- und Schuldgefühle.
Damit ihr Verhalten in der Zukunft nicht davon geprägt wird, ist therapeutische Hilfe notwendig.
Inzest
Seit das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Missbrauch von Kindern geschärft ist, wurden weit mehr sexuelle Vergehen aufgedeckt als man sich jemals hatte vorstellen können. Die meisten Inzeste ereignen sich zwischen
Vater/Stiefvater und Tochter oder Onkel und Nichte.
Die Wirkung eines Inzests auf das Kind ist verheerend und traumatisch.
Schon ganz junge Kinder wissen, dass da etwas nicht stimmt.
Sie bekommen Angst und Wut, sind aber nicht in der Lage, die Person, die sie so lieben, abzuweisen oder zu bekämpfen.
Opfer von inzestuösen Beziehungen leiden unter Angst und Schuldgehfühlen.
Inzest zwischen Bruder und Schwester hat nicht lange so schwerwiegende Folgen. Ein Mädchen schrieb mir: „ Ich bin 12, und mein älterer Bruder passt auf mich auf, wenn meine Eltern ausgehen. Kaum sind sie weg, kommt er in mein Bett und will diese komischen Sachen mit mir machen. Er sagt, wenn ich was meinen Eltern sage, bringt er mich um.“ Der Bruder missbraucht seine Schwester, und das ist für beide schlecht. Entsteht daraus eine Schwangerschaft, so ist das sozial wie genetisch eine Katastrophe.
Selbstmord
In jungen Jahren drohen Kinder oft damit, sich umzubringen.
„ wenn ich tot bin, wird es euch Leid tun!“ sagen oder denken sie.
Aber die Drohung ist zu offensichtlich auf mehr elterliche Zuneigung aus, als dass sie ernst genommen würde.
Dennoch kommt es vor, dass sich Kinder das Leben nehmen. Deshalb sollten sie im Fall einer Andeutung diese Möglichkeit in Betracht ziehen und sorgfältig versuchen, die Situation abzuschätzen.
Wenn junge Menschen meinen, unnütz und überflüssig zu sein und nicht geliebt zu werden oder die Liebe nicht zu verdienen, ziehen sie sich in sich selbst zurück. Eltern glauben oft, dass es gefährlich sei, mit verstörten Kindern über Selbstmord zu reden, da man sie sonst erst auf den Gedanken bringen könnte.
Das ist falsch, denn fast jedes Kind hat schon einmal mit Selbstmordgedanken gespielt.
Ein anderer Irrtum ist, dass Menschen die von Selbstmord sprechen, ihn nicht ausführen. Das ist schlichtweg falsch. Fast alle Selbstmörder kündigen ihre Absicht vorher mehrmals deutlich an, ein alarmierendes Zeichen für die Familie.
Menschen die ihrem Leben ein Ende setzen wollen, können sich selbst nicht leiden und verhalten sich anderen gegenüber so, das niemand sie ausstehen können. Hat der Jugendliche bereits einen Selbstmordversuch hinter sich, muss er unbedingt behandelt werden.
Manchmal neigen Menschen zur Selbstzerstörung.
So das sind nun die ganzen Themen.
Ich habe diese Themen ganz gewiss gewählt, weil ich diese dinge kenne.
Die meisten habe ich selbst erlebt.
Ich möchte so gern endlich vergessen, doch bis jetzt, konnte ich meine Vergangenheit nicht unterdrücken.
Gedichte von Opfern
Missbrauch: Es geschieht immer wieder
Warum sagte ich nichts?
"Ich will dir was zeigen"
"was?" fragte ich.
"Es tut nicht weh"
"was?" fragte ich.
"Es wird schön"
"was?" fragte ich.
Was tust du da, das mag ich nicht.
Du tust mir weh.
"Ich liebe dich"
Nein, tust du nicht.
Ich hasse dich
"Ist doch schön?"
Nein!
"Wie Mann & Frau"
Ich heirate nicht.
Hör auf, das will ich nicht.
"Ist bald vorbei, fühlst du nichts?"
Doch, Schmerzen.
Nein, nichts.
"Warum sagst du nichts?"
Wie sollte ich. Ich krieg keine Luft.
Es tut so weh.
Ich spühre nichts mehr.
Bin ich tot?
Nein!
Keuchender Atem über mir.
Ein wildes Tier?
Der böse Wolf
Schweiss, direkt über mir.
Nein, ich wehr mich nicht.
Sonst sterbe ich.
"Na endlich, gefällt es dir?"
Nein! Ich hasse dich!
Wie lange noch?
Berühr mich nicht!
Es tut so weh.
Beeile dich, sonst sterbe ich.
Ich kann nicht mehr & weg ist er.
Ein flüstern "Ich liebe dich!"
Ich hasse dich!
Warum sagte ich nichts?
Schattensprung
Warme Sommernacht, Kindergelächter, verspielte Harmonie.
Rufe in der Nacht.
Tiefe raue Männerstimme, aber doch vertraut, rief er ihren Namen.
Den Namen, den er nur zu gut kannte,
war er es doch, der sie taufte auf ihren Namen
Vertrauen.
Warum auch Zweifel?
Die Welt sah sie mit Kinderaugen, schlechte Gedanken fern
Woher hätte sie wissen können, was er dachte?
Fragte er nach einem Kuss. Ein Kuss, der alles zerbrach.
Woher hätte sie wissen können, was danach alles passiert?
Ein Kuss ergab den zweiten, raue Zunge gebohrt in den kleinen Kindermund.
Verwirrt - verängstigt - losgerissen - weggelaufen.
Sonntage wurden zu Qual, Predigt zur einer Verhöhnung, Gottes Wort zur einer Lüge.
Ihr Blick tief auf den Boden gerichtet, weg vom Peiniger.
Doch seine Augen stets auf ihr,
jede Gelegenheit ausgenutzt um sie zu berühren
Sah es kein anderer, dass sie litt, dass sie das nicht wollte?
Verstand er nicht, dass sie das nicht wollte?
War es ihm egal?
Berührungen wurden zum Ekel, raue Hände erkunden Kinderkörper.
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